Glosse des Monats

Gemeinhin gelten Politiker ja nicht als sehr humorvolle Wesen. Gut, langwierige Paragraphenlektüre und die vielen Stunden in sauerstoffarmen Sitzungsräumen sind eben auch nicht der ideale Nährboden für gute Laune und Frohsinn. Doch wir wollen uns dieser negativen Prognose nicht weiterhin kampflos hingeben. Und weil eine Prise Selbstironie und -kritik auch im Privat- und Berufsleben nie schadet, kann es auch einer politischen Partei nur gut tun, ihre Arbeit ab und zu mit einem solchen selbstironischen Augenzwinkern zu begleiten. Unsere nicht immer ernst gemeinten Selbstbetrachtungen finden Sie künftig regelmäßig an dieser Stelle.
Viel Spaß!

Jürgen Sieling

Glosse des Monats        - November 2011-11-09

BÜRGERFRAGESTUNDE – war da was?

Ei, ich muss ich gestehen, dass ich ein wenig verdutzt bin. Worüber? Ganz einfach,  kein Bürger hat bisher die in dieser Wahlperiode eingeführte Bürgerfragestunde zu Beginn jeder Gemeindevertretungssitzung genutzt. Nicht, dass ich damit gerechnet habe, dass wir den Sitzungssaal wegen Überfüllung schließen oder regelmäßig ins Bürgerhaus ausweichen müssten. Aber so gar kein Interesse! Anscheinend ist doch alles in Butter in Elschbach!  Auch gut, dann macht die Politik ja nicht alles falsch. Dennoch ist dieses Desinteresse schon merkwürdig, denn allerorten (zumindest wenn man der Presse glauben darf) wird mehr Mitsprache und mehr Information gefordert. Auffallend finde ich aber, dass vor allem im Internet tagein, tagaus bzw. häufig auch mitten in der Nacht  auf gewohnt hohem Niveau über die Dollbohrer im (oder wie man hier sagt „auf „) dem Rathaus gewettert wird. Klar, als „Anonymus“  (Auswahl einiger beliebter und jugendfreier Spitznamen: Bayerseicher, Brühler oder Neuegelsbacher – wie viele Ortsteile wir doch haben..!) fällt es  eben leichter jeden und jedes zu beschimpfen. Im Parlament müsste man halt mit offenem Visier antreten. Dies scheint nicht jedermann zu liegen. Schade, denn wir Politiker müssen und wollen uns gerne öffentlich für unsere Aktivitäten rechtfertigen. Also, an dieser Stelle die Bitte: Nutzen Sie die Gelegenheit zur konkreten Frage an Ihre politischen Vertreter.  Wir freuen uns auf Sie!

Ihr (der Redaktion namentlich bekannter) Zwischenrufer aus der SPD-Fraktion

 

 

 

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